14/02/2026 0 Kommentare
"Ich will Euer Mut sein": GKR nimmt Arbeit auf
"Ich will Euer Mut sein": GKR nimmt Arbeit auf
# Aus der Gemeinde

"Ich will Euer Mut sein": GKR nimmt Arbeit auf
Der neu gewählte Gemeindekirchenrat hat in der vergangenen Woche seine Arbeit aufgenommen. Weitreichende Entscheidungen stehen ins Haus, notwendige Alltags-Aufgaben warten ebenso wie ziemlich "dicke Bretter". Weitsicht ist erforderlich, Expertise, Offenheit und Vertrauen in die Menschen bei Paulus, die Einbeziehung von Erfahrung, Fachkenntnis und Meinung der Hauptamtlichen ebenso wie der vielen Ehrenamtlichen. Dass eine hohe Arbeits- und Verantwortungsbereitschaft notwenig ist, versteht sich von selbst. Ja, und Mut braucht es auch.
In ihrer ersten, konstituierenden Sitzung haben die Mitglieder wichtige Voraussetzungen für das Gelingen des Miteinander geschaffen: Strukturen wurden bestätigt bzw. neu eingerichtet sowie Verantwortliche, Beauftragte und Beteiligte benannt. Mehr dazu in einer Übersicht, wenn dieser Prozess abgeschlossen ist.
Als Vorsitzende und stellvertretender Vorsitzender wurden einstimmig Claudia Zier und Pfarrer Sellin-Reschke wieder-gewählt. Beide haben die Wahl angenommen, wofür wir sehr, sehr dankbar sind!
Und nun kann es losgehen... (hier mehr zum GKR)
Die alte und neue Vorsitzende hatte zu Beginn der Sitzung eine Andacht mitgebracht, die allen aus dem Herzen und der Seele gesprochen hat. Hier kommt sie als PDF zum Mitnehmen und hier direkt zum Weiterlesen:
Man muss mit allem rechnen – auch mit dem Guten
Mutter und Tochter stehen im Flur und schauen sich an. Neben ihnen die Innenarchitektin. Mit Fernsehteam und Handwerkern ist sie gekommen. Jetzt wird das traute Heim von Grund auf umgekrempelt. Das Ziel: ein Zuhause „so richtig schön“. Die Innenarchitektin sprüht vor Ideen, nur die Minifamilie wirkt auffallend verschreckt. Die freundliche Frau vom Sender spürt es: Beide haben Angst vor der eigenen Courage.
„Ich geb euch mal einen Satz mit“, lächelt sie den beiden zu. „Seid ihr mein Vertrauen, dann will ich euer Mut sein.“
Das kenne ich auch von mir. Eigentlich will ich schon lange etwas verändern. Den Garten, mein Arbeitszimmer oder noch viel mehr: meinen Lebensstil, meinen Berufsweg, mein … .
Ich habe Wünsche, Ideen, Vorstellungen. Doch dann verlässt mich der Mut. Ich male mir nicht mehr aus, was dann alles anders, besser, schöner sein könnte. Mir steht nur noch vor Augen, was ich dafür aufgebe, was mir fehlen wird. Der Glaube schwindet und mit ihm Kraft und Energie. Es soll doch lieber alles bleiben wie früher … Die Angst vor Veränderung frisst das Vertrauen in eine gute Zukunft.
„Seid ihr mein Vertrauen, dann will ich euer Mut sein.“ Ich finde, dieser Satz könnte auch in der Bibel stehen. Erzählen nicht genau das die vielen Geschichten von Menschen, die es wagen, sich mit ihrem Gott auf neue Wege zu begeben?
Abraham und Sara, Mose und die Israeliten beim Auszug aus Ägypten, die Jünger*innen Jesu, die alles stehen und liegen lassen, um ihm nachzufolgen?
Die wichtige Botschaft: Fürchtet euch nicht. Ihr seid nicht allein.
Es ist nicht immer gemütlich, sich für Kirche starkzumachen. Da weht einem zuweilen ein kühler Wind entgegen aus den unterschiedlichsten Richtungen. Umbrüche und tiefgreifende Veränderungen zeichnen sich für die nächsten Jahre ab, die sich die Menschen vor Ort nicht selbst ausgesucht haben. Wie sollen wir denn Kirche zukunftsfest machen? Die Gemeinde, ein Zuhause so richtig schön – wie soll der Umbau aussehen? Die Angst vor Veränderungen, sie kann lähmen.
„Seid ihr mein Vertrauen, dann will ich euer Mut sein.“ Das möchte ich mir von Gott zuflüstern lassen.
Aus: „Andachten im Kirchenvorstand – geistlich leben und leiten“
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